Welche Sicherheitsklasse braucht Ihr Zuhause?
Drei Minuten können beim Einbruchschutz viel ausmachen. Bei Fenstern und Türen der Widerstandsklasse RC2 sind sie die vorgeschriebene Widerstandszeit gegen einen definierten Werkzeugangriff im Prüfverfahren. Doch wann genügt RC2, und wann ist RC3 sinnvoll? Wir erklären Ihnen die Unterschiede und worauf Sie bei der Auswahl für Ihr Zuhause achten sollten.
Was bedeutet RC bei Fenstern und Türen?
RC steht für „Resistance Class“, auf Deutsch Widerstandsklasse. Die Klassen sind in der Norm DIN EN 1627 festgelegt. Sie beschreiben, wie widerstandsfähig ein Bauteil gegen Einbruchversuche unter festgelegten Prüfbedingungen ist.
Geprüft wird das gesamte Element: Bei einem Fenster müssen beispielsweise Rahmen, Beschläge und Verglasung zusammenwirken. Zur Prüfung gehört ein simulierter Einbruchversuch, bei dem ein Prüfer mit vorgegebenen Werkzeugen versucht, das Element zu öffnen.

Der Unterschied zwischen RC2 und RC3
RC2 bedeutet mindestens drei Minuten Widerstand im manuellen Einbruchtest mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendrehern, Zangen und Keilen. Bei RC3 sind es mindestens fünf Minuten, zudem kommen zusätzliche Hebelwerkzeuge wie ein Kuhfuß zum Einsatz. Wichtig: Diese Zeiten beziehen sich auf die aktive Bearbeitung im Prüfverfahren. Sie sind keine Garantie für die Dauer eines tatsächlichen Einbruchversuchs.
Für Neu- und Umbauten empfiehlt die Polizei geprüfte und zertifizierte Fenster und Türen mindestens der Widerstandsklasse RC2. Das bietet eine gute Grundlage für den Einbruchschutz im privaten Zuhause.
RC3 bietet einen höheren Widerstand. Ob dieser für Ihr Zuhause sinnvoll ist, sollte anhand der konkreten Situation beurteilt werden: Wie gut sind Fenster und Türen erreichbar? Sind Zugänge von der Straße oder den Nachbarhäusern aus einsehbar? Gibt es einen besonderen Schutzbedarf? Eine Erdgeschosslage allein beantwortet die Frage nach RC2 oder RC3 noch nicht.
Auch Haustüren gibt es in RC2 und RC3
Wer über einbruchhemmende Fenster nachdenkt, sollte die Haustür gleich mitbetrachten. Auch eine RC2- oder RC3-Haustür ist eine geprüfte Gesamtkonstruktion. Dazu gehören Türblatt, Rahmen, Schloss und Beschläge sowie gegebenenfalls die Verglasung.
Fenster, Terrassentüren und Eingangsbereiche sollten deshalb gemeinsam in die Planung einfließen. So vermeiden Sie, dass einzelne gut gesicherte Elemente ungeschützten Zugängen gegenüberstehen.

Worauf es bei der Auswahl und beim Einbau ankommt
Ein wichtiger Punkt: Ein einbruchhemmendes Glas oder ein aufgerüsteter Beschlag allein macht noch kein RC2- oder RC3-Fenster. Entscheidend ist der Nachweis für das komplette Element. Ebenso wichtig ist der fachgerechte Einbau nach den Vorgaben des Herstellers. Befestigung und Wandanschluss müssen zur geprüften Konstruktion passen, damit sie ihre Schutzwirkung entfalten kann.
Achten Sie bei Angeboten außerdem auf die genaue Bezeichnung: RC2 und RC2 N sind nicht gleichwertig. Bei RC2 N wird keine einbruchhemmende Sicherheitsverglasung verlangt. Die Polizei empfiehlt diese Variante deshalb nur, wenn kein direkter Angriff auf das Glas zu erwarten ist. Gerade bei leicht zugänglichen Fenstern ist dieser Unterschied wichtig.
Der passende Einbruchschutz für Ihr Zuhause
Mindestens RC2 ist eine gute Orientierung für neue Fenster und Türen. Ob RC3 für Sie zusätzlichen Nutzen bietet, hängt von Ihrem Haus und Ihrem Schutzbedarf ab. Wir schauen deshalb gemeinsam mit Ihnen auf die Zugänge, die baulichen Möglichkeiten und Ihre Wünsche.
Als Familienbetrieb in Ismaning stehen wir bei der Kamm GmbH für solides Handwerk und ehrliche Beratung. Sie möchten Fenster oder Haustür erneuern und den Einbruchschutz gleich mitplanen? Sprechen Sie uns an. Wir nehmen uns Zeit für Ihr Vorhaben – gerne auch bei einem Besuch in unserem Showroom.

